TSV Wattenbek beklagt zu viele Abwehrfehler

Beim Landesrivalen MTV Heide verlieren die „Peitschen“ nach einem spannenden Spielverlauf mit 33:35.

Ließ den TSV Wattenbek mit ihrem einzigen Treffer noch einmal hoffen, doch am Ende reichte es nicht: Katja Lietzau (links). Jörg Lühn.

Hemmingstedt. Joachim Jakstat. Mit 33:35 (18:19) verlor Frauenhandball-Drittligist TSV Wattenbek das Landesderby beim Aufsteiger MTV Heide und verpasste somit einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Kellerkinder Hannoverscher SC (25:30 beim SV Henstedt-Ulzburg) und TV Oyten (27:31 gegen den Buxtehuder SV II) hatten Steilvorlagen geliefert, doch Wattenbek konnte diese nicht nutzen und den Vorsprung auf die Abstiegsplätze nicht ausbauen.

 

31:30-Führung reicht nicht zum Sieg

 

Die „Peitschen“ starteten gut eingestellt gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Dithmarscherinnen. Mit 14:11 führten die Gäste (22.) und schienen alles im Griff zu haben. Doch bis zur Pause drehte die junge Mannschaft von MTV-Trainer Helge Thomsen, die in fast identischer Formation in der A-Jugend-Bundesliga als HSG Marne/Brunsbüttel antritt, die Partie und lag mit 19:18 vorn.

Nach der Halbzeit wechselte die Führung mehrfach, doch kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Als Wattenbek sechs Minuten vor dem Ende in Unterzahl durch Katja Lietzau und Joyce Roeske mit 31:30 in Führung ging, sprach das Momentum für die Gäste. Doch am Ende rettete der MTV eine Zwei-Tore-Führung ins Ziel.

„Kompliment an meine Mannschaft, die mit Kampf und Leidenschaft eine tolle Leistung gezeigt hat. Wenn man 33 Tore wirft, muss das allerdings reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Individuelle Abwehrfehler haben uns das Genick gebrochen“, bilanzierte Gästetrainer Tim Bracklow, dem auf der Bank Alternativen fehlten, um seinen Leistungsträgerinnen Pausen zu gewähren.

TSV Wattenbek: Kaube, Ketelhut Schmöde − Roeske (5 Tore), Kliese, Zellmer (7), Lietzau (1), Thal (6/davon 1 Siebenmeter), Karau, Danker, Takara, Maxie Bech (3), Bahde (7/3), Pauli (4).

 

SR: Dieckmann/Kübler (Hannover).

Zuschauer: 160.

Nächster Gegner: TV Hannover-Badenstedt (H/ Sonntag, 23. Februar, 17 Uhr).

Quelle: Holsteinischer Courier, 16.02.2020 von Joachim Jakstat