TSV Wattenbek: Protest zu kostspielig

Akzeptiert mit seinem TSV Wattenbek die jüngste Niederlage: Co-Trainer Tim Bracklow. Jörg Lühn.

Wattenbek. Der TSV Wattenbek hat auf einen offiziellen einen Einspruch gegen die Wertung des Drittliga-Handballspiels seiner Frauenmannschaft beim SV Henstedt-Ulzburg (22:23) verzichtet. Acht Sekunden vor Spielende hatte Lina Röttger (HU) einen Gegenstoß der „Peitschen“ mit einem Foul unterbunden und war mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt worden. Die Partie war mit einem Freiwurf fortgesetzt worden. „Nicht regelkonform“, wie der TSV Wattenbek im Spielbericht hatte vermerken lassen. Für einen offiziellen Protest hätte der Verein nun noch 500 Euro Gebühr und einen Verwaltungskostenvorschuss in Höhe von 400 Euro bei der spielleitenden Stelle hinterlegen müssen. Da die Unparteiischen bei ihrer Darstellung blieben, dass das Vergehen der HU-Spielerin weder schwerwiegend noch spielentscheidend gewesen sei, hätte der Protest des TSV Wattenbek nur bedingt Aussicht auf Erfolg gehabt, zumal ein Videobeweis in der 3. Liga nicht zulässig ist. „Selbst im Erfolgsfall wären die Gebühren nicht zurückerstattet worden“, führte Co-Trainer Tim Bracklow auch finanzielle Gründe für das Zurückziehen des Einspruchs an.

Quelle: Holsteinischer Courier, 14.11.2019 von Joachim Jakstat