TSV Wattenbek schlägt „Vampire“ in die Flucht

Zur Heimpremiere des neuen Trainers Tim Bracklow gibt es einen 33:28-Erfolg über den TV Oyten.

Im Anflug befindet sich hier Wattenbeks Joyce Roeske (rote Trikot), die Oytens Franca Jakob stehen lässt und frei vor Gästetorfrau Romina Kahler auftaucht. André Sell

Bordesholm. Der TSV Wattenbek darf durchpusten. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres gab es gegen den Tabellenvorletzten TV Oyten einen wichtigen 33:28 (19:14)-Erfolg. Damit haben die Schützlinge von Trainer Tim Bracklow mit 12:14 Punkten auf Rang 7 der 3. Frauenhandball-Liga Nord nun acht Zähler Vorsprung vor den Regelabstiegsplätzen.

 

Torhüterin Schenk macht das Spiel schnell

 

„Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber es zählen einfach nur die beiden Punkte“, resümierte der Coach. Dabei hätten es seine Schützlinge bei besserer Chancenverwertung und weniger technischen Fehlern deutlich einfacher haben können. Doch den vielen Ballgewinnen, die dank Torhüterin Franziska Schenk in Schnellangriffe über die erste und zweite Welle umgesetzt wurden, folgten einige Fehlwürfe. So blieb Oyten bis zum 12:12 (20.) auf Tuchfühlung. Der 7:1-Lauf bis zum Seitenwechsel mit Toren von Maxie Bech (2), Atsuko Takara, Kristin Bahde, Joyce Roeske, Hannah Pauli und Jamila Popiol war mehr als nur Seelenbalsam.

 

Bracklow wechselte gemäß seiner Spielidee viel durch. „Wir wollen alle Spielerinnen voranbringen“, betonte der Coach. Folglich robbten sich die Gäste wieder heran. Aber immer, wenn die „Vampires“ aus Oyten den entscheidenden Biss suchten, schlugen Maxie Bech beim 24:21 (41.) und 27:24 (48.) sowie zwei Mal Anne Zellmer mit dem 25:22 (42.) und 26:23 (46.) den Kontrahenten sogar ohne Knoblauch in die Flucht. Damit war der Widerstand der „Blutsaugerinnen“ gebrochen. „Eigentlich müssen wir mit zwölf bis 15 Toren Unterschied gewinnen“, konstatierte Bracklow, der noch viel Arbeit vor sich hat.

TSV Wattenbek: Ketelhut, Schenk – Roeske (5 Tore), Kliese (2), Zellmer (3), Lietzau, Thal (7/davon 5 Siebenmeter), Karau, Danker, Takara (1), Maxie Bech (8), Bahde (4), Popiol (1), Pauli (2), Lackner.

 

Schiedsrichter: Bohn/Zeller (AMTV Hamburg/HG Hamburg-Barmbek).

 

– Zuschauer: 155.

 

– Nächster Gegner: VfL Oldenburg II (H/Sonnabend, 8. Februar, 18.30 Uhr).

 

Quelle: Holsteinischer Courier, 02.02.2020 von Jörg Lühn