Es kann losgehen: TSV Wattenbek meldet für die 3. Liga

Muss nicht operiert werden: Wattenbeks Maxie Bech (links). Foto: Böge
Hamburg. Auch auf dem Kiez ließen es die „Peitschen“ ordentlich knallen und machten einen wohl bedeutenden Schritt in Richtung Handball-Oberligatitel. Der TSV Wattenbek demontierte den FC St. Pauli auswärts mit 32:20 (18:8). Parallel strauchelte der Verfolger AMTV Hamburg (40:6 Punkte) in Stockelsdorf (29:29), sodass die Ausgangssituation für Wattenbek (44:2) drei Spieltage vor dem Saisonende kaum besser sein könnte. „Man spürte, wie die Anspannung nach diesem Ergebnis von uns abfiel“, berichtete Wattenbeks Trainer Andreas Juhra. Dabei waren die Vorzeichen nicht gut. „Unser Bus stand im Stau. Wir waren erst 50 Minuten vor dem Anpfiff in der Halle“, ärgerte sich Juhra. Es blieb wenig Zeit, aber die reichte für das entscheidende Wort: „Fokus“ – und der stimmte von der ersten Sekunde an. „Dank des guten Starts waren die Verhältnisse schnell geklärt“, kommentierte Juhra die 9:2-Führung seiner Truppe (11.). Sein Team kam ins Rollen und war von St. Pauli nicht aufzuhalten. Bereits in der 28. Minute betrug der Abstand erstmals zehn Treffer (17:7 aus Gästesicht). Auch im zweiten Durchgang marschierten einzig die Wattenbekerinnen, die zwischenzeitlich mit 16 Toren vorne lagen (29:13/52.). Auf der Rücktour aus Hamburg verkündete Obmann Ernst-Werner Jappe: „Wir melden für die 3. Liga.“ Dort wäre auch Juhra auf der Trainerbank weiter mit von der Partie.

Info am Rande: Zwar steht die Abschlussuntersuchung bei Maxie Bech noch aus, aber der Vorabbefund der MRT-Aufzeichnungen besagt, dass eine OP bei der Rückraumspielerin nicht vonnöten sein wird. Dennoch ist sie für die restliche Saison definitiv raus. „Sie soll sich vollständig auskurieren, damit sie uns in der kommenden Spielzeit uneingeschränkt zur Verfügung steht“, erklärte Juhra. dpb

 

TSV Wattenbek: Kaube, Pahlisch - Lietzau (1 Tor), Zellmer (5), Pauli (6), Potratz (2), Harms (10/davon 5 Siebenmeter), Panck (1), Stegmann (1), Zittlau (2), Schult (1 Siebenmeter), Schulte (1), Kühn (2).

 

Quelle: Holsteinischer Courier, 10.04.2017

Wattenbeker Frauen greifen nach dem Titel und auch der Verein ist für den Aufstieg bereit

Hamburg. Die Frauen vom TSV Wattenbek bekennen sich zum Aufstieg in die Dritte Liga. Nach dem Sieg auf St. Pauli fehlen maximal drei Punkte zum Meistertitel in der Handball-Oberliga.

 

FC St. Pauli – TSV Wattenbek 20:32 (8:18)

Ob schlechter Hallenboden, fehlende Backe oder verspätete Busanreise – Wattenbeks Trainer Andreas Juhra ließ keine Ausreden zu. Selbst der große Totenkopf in der Halle flößte dem TSVW keine Angst ein. Mit einem konzentrierten Start zog der Spitzenreiter auf 9:2 (11.) davon. Viele Tore entsprangen der zweiten Welle, in der Hannah Pauli, Janina Harms und Anne Zellmer kluge Entscheidungen trafen oder selbst den Ball im Tor unterbrachten. Beim 29:14 (52.) war der größte Vorsprung erzielt. St. Paulis flüchtete sich in Fouls, die von den Schiedsrichtern mit 24 Strafminuten geahndet wurden. „Das war sehr konsequent“, sagte Juhra. Nach der Partie gab TSVW-Obmann Ernst-Werner Jappe bekannt, dass er am Montag die Meldeunterlagen zur Dritten Liga auf den Postweg bringt. ör

 

Quelle: Kieler Nachrichten, 10.04.2017

FC St. Pauli - TSV Wattenbek (Sbd., 18 Uhr)

Elf Auswärtsspiele, elf Siege - die TSVW-Peitschen wollen auf St. Pauli den nächsten Kracher ihrer überragenden Spielzeit landen. Andreas Juhra, Trainer des Spitzenreiters, warnt. „Das wird sicher kein einfaches Spiel, aber wir haben versucht, und in der einen Trainingszeit gut vorzubereiten. Seit Freitag ist die Trainingshalle für die Dauer der Osterferien gesperrt." Jammern ist ihm in Sachen fehlendes Training und Ausfälle jedoch ein Fremdwort. „Wir sind top motiviert, werden als Team noch mehr zusammenrücken und alles geben", sagte der Coach. Jeder weitere Punkt - es fehlen noch fünf - bringt das Team näher an die Meisterschaft. Allerdings gibt es keine Personalrochaden. Svenja Hollerbuhl, Jessica Nell, Ana-Lena Busdorf fallen langfristig aus. Außerdem reduzieren die Ausfälle von Maxie Bech (Schulterluxation) und Franziska Schenk (Handwurzelverletzung) den Kader auf 14 Spielerinnen.

 

Quelle: Kieler Nachrichten, 08.04.2017